Des Reisig-Bündla

Kaner was nex vorzätrong

will ich amol a Sprüchla song.

Wenns a it net recht korrekt,

es is Modschiedler Dialekt.

Verfaßt hots uns a Heimatdichter,

des is a Schlack, a ganz verpichter.

Sein Noma will ich ungern nenna,

ich glab, es werd na mancher kenna.

Etz will ich Euch nuch weiter song,

wos sich amol hot zugätrong.

Do hot a Bäura Bündla ghackt,

schö gäbundn und ogäzwackt.

Wie sa fätich wor, socht sie zum Herrn

Ja, wenn sie ner net gstohln uns wern.

Des wer mer ober gor nit recht

die Leut sän heutzätoch su schlecht.

Der Herr socht nix, er hots gemacht,

das bald amol im Ofa kracht.

In an Knipfl hot er Pulver geto

und des Bündla ganz vorn no.

Ja, wer des nimmt und schürt mit ei

des sei Ofn fällt sicher ei.

Und er waas nochher ganz hoorklor,

wer der Bündles-Spitzbu wor.

Do drüba is die Zeit verrunna,

gor nimmer warm scheint mehr die Sunna.

Vergessen is der ganze Kram,

er tut sei Bündla selber ham.

Und o an koltn Wintertoch,

do tuts im Dorf an tüchtign Schloch.

Sei Fra, die trägt a Bündla rei,

schürt ei und legt an Knipfl nei

und ratsch-ti-bumm-ti-bumm

fliegt der Ofn durch die Stum.

Die Bäura ringt die Hend und rennt,

ach Gott, ach Gott, wenns ner net brennt.

Es is so kolt, wos fang ich o?

su socht sa und wos macht der Mo?

Der kümmt rei und grinst und lacht:

Des ho ich obä schö gämacht.

Es is halt immer wos dabei,

wer Falln aufstellt, kummt selber nei.

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