{"id":269,"date":"2014-08-30T01:23:15","date_gmt":"2014-08-29T23:23:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.modschiedel.de\/cms\/?p=269"},"modified":"2014-08-30T01:23:15","modified_gmt":"2014-08-29T23:23:15","slug":"brotbacken-wie-in-alten-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.modschiedel.de\/cms\/2014\/08\/brotbacken-wie-in-alten-zeiten\/","title":{"rendered":"Brotbacken wie in alten Zeiten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Modschiedler pflegen b\u00e4uerliche Traditionen<\/strong><\/p>\n<p>W\u00fcrziger Brotgeruch empfing die Besucher beim Brunnen- und Backofenfest, zu dem der Gartenbauverein und die Backofengemeinde eingeladen hatten. In der kleinen Halle, wo die Brotlaibe aufgereiht lagen, sp\u00fcrte man den Duft eines reifenden Roggenfeldes. Einen Tag sp\u00e4ter wurden Apfel- und Zwetschgenhefekuchen gebacken.<!--more--><\/p>\n<p>Verst\u00e4ndlich, dass sich zahlreiche Besucher eingefunden hatten. Ganz Modschiedel war auf den Beinen, um die G\u00e4ste zus\u00e4tzlich noch mit Krenfleisch, Salaten, herzhaften Brotzeiten und Getr\u00e4nken zu versorgen. Die b\u00e4uerliche Zeremonie des Brotbackens hat in Modschiedel eine lange Tradition. Eigens daf\u00fcr hat man auf dem Dorfplatz einen Backofen gebaut. Wer von den Einwohnern Lust auf selbst gebackenen Brot hat, kann den Ofen und die dazu notwendigen Einrichtungen benutzen. Die vielen Handgriffe bis zum fertigen Produkt haben sich vereinfacht, sagt die Chefin der Brotb\u00e4ckerinnen Agnes Herold. Maschinen sorgen daf\u00fcr, dass aus Mehl, Salz, Gew\u00fcrz und Wasser ein entsprechendes Teig entsteht. Fr\u00fcher brauchte man dazu noch den Backtrog, wo das Mehl auf der Ofenbank erw\u00e4rmt wurde. Sorgf\u00e4ltig hat man dann den Sauerteig eingebracht. Dann wurde gewalkt und geknetet. Man h\u00f6rte f\u00f6rmlich das Seufzen und Schmatzen des z\u00e4hen Teiges.<\/p>\n<p><strong>Liebevolle Handarbeit<\/strong><\/p>\n<p>Doch es ist noch jede Menge Handarbeit notwendig. Der zurechtgewerkelte Rohstoff wird in Modschiedel in m\u00e4chtigen Batzen aus dem Beh\u00e4lter herausgehoben, gewogen, geformt und in die Backsch\u00fcsseln aus Stroh gebettet. Dort wird er dann zum gew\u00f6lbtem Laib.<\/p>\n<p>Der Backofen wird von den Modschiedler M\u00e4nnern betreut. Sie sorgen daf\u00fcr dass es im Ofen prasselt und gl\u00fcht. Buchenscheite und Fichtenkl\u00f6tze werden verfeuert. Erwartungsvoll g\u00e4hnt sein ru\u00dfiger Rachen, wenn das Feuer stiller geworden ist. Die Kohlenglut wird mit einer Krucke beiseite geschoben und die Platte mit einem Besen saubergekehrt.<\/p>\n<p>Ein Laib nach dem anderen wird mit Wasser bestrichen und wandert dann auf die Backschaufel zum &#8222;Einschie\u00dfen&#8220;. Da helfen nat\u00fcrlich auch die Buben und M\u00e4dchen eifrig mit, denn sie sollen sp\u00e4ter das Brauchtum fortsetzen. Die eiserne T\u00fcr schlie\u00dft sich dann. Nach ungef\u00e4hr eineinhalb Stunden ist das Brot &#8222;reif&#8220;. Laib f\u00fcr Laib wird &#8222;herausgeschossen&#8220; und betastet. Die Chefin stellt zufrieden fest, dass das Brot durchgebacken und die Rinde r\u00f6sch und braun ist. K\u00f6stlich zerkl\u00fcft sieht der meist sechspf\u00fcndige Brotlaib aus. Die Laibe werden dann auf einem Regal aufgereiht.<\/p>\n<p>Beim Backofenfest sind die Brote allerdings wie frische Semmeln weggegangen. Das galt auch f\u00fcr die frischen\u00a0Hefekuchen. Pausenlos waren die Kuchen- und Brotb\u00e4ckerinnen im Einsatz um die G\u00e4ste zu versorgen.<\/p>\n<p>Auszug aus dem Fr\u00e4nkischen Tag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modschiedler pflegen b\u00e4uerliche Traditionen W\u00fcrziger Brotgeruch empfing die Besucher beim Brunnen- und Backofenfest, zu dem der Gartenbauverein und die Backofengemeinde eingeladen hatten. 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