Atemschutzausbildung weiter
forcieren - Ehrungen bei der FFW Modschiedel
Ein ereignisreiches Jahr kommt
auf die Freiwillige Feuerwehr zu: Während der Jahreshauptversammlung
am 19.03.05 gab die Vorstandschaft eine Fülle von Terminen für die
Mitglieder bekannt
Weismains
Bürgermeister Peter Riedel bezeichnete die Modschiedler Wehr als eine
der größeren im Stadtgebiet, der aufgrund der Lage - der Nähe sowohl
zum Kulmbacher als auch zum Bamberger Landkreis - eine besondere
Aufgabe zukomme.
Auch
Kreisbrandinspektor Gert Bauer würdigte die Bedeutung der
Modschiedler Wehr und wies dabei auf die relativ lange Anfahrtszeiten
für die Stützpunktwehr in Weismain hin. Mittlerweile sei es auch
eingerichtet worden, dass Modschiedel bei einem Notfall in umliegenden
Gemeinden wie Schirradorf, Azendorf und Stadelhofen in die Alarmierung
einbezogen würde.
Der
Kreisbrandinspektor appellierte an die Mitglieder - auch aufgrund des
Tanzcenters in Modschiedel - die Atemschutzausbildung weiter
voranzutreiben. Der Modschiedler Stadtrat Günther Herold lobte die
gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Mit dem Mitgliederstand
begann Kommandant Günter Schmitt seinen Jahresbericht: Von den derzeit
62 Mitgliedern seien 30 aktive Feuerwehrmänner; neun gehören der
Damen- und vier der Jugendwehr an. Als einzigen Einsatz hatte die
Truppe im vergangenen Jahr eine technische Hilfeleistung wegen eines
querliegenden Baums auf der Verbindungsstraße zwischen Modschiedel und
Wunkendorf zu bewältigen. Dafür hatte die Wehr 19 Übungen zu
absolvieren.
Jugendwart
Thomas Schmitt berichtet von 15 Übungen darunter einem bei der in
Zusammenarbeit mit den übrigen Jugendwehren aus dem Stadtgebiet ein
Flächenbrand am "Hühnerberg" in Kleinziegenfeld simuliert und bekämpft
wurde. Da ein Mitglied ausgetreten und ein weiteres zur aktiven Wehr
gewechselt sei, gehören zurzeit vier Jungen der Jugendwehr an. Nach
dem Kassenbericht von Alfons Herold musste ein Vorstandposten neu
besetzt werden: Angela Täuber ersetzt ab sofort Michael Kießling als
Schriftführer.
Gemeinsam mit
KBI Gert Bauer und Siegfried Mischke vom Landratsamt nahm
Bürgermeister Peter Riedel die Auszeichnungen für langjährigen aktiven
Feuerwehrdienst vor: Eine Urkunde mit der Unterschrift von
Innenminister Beckstein und das Feuerwehr-Ehrenzeichen erhielten
Reinhold Dauer, Oswin Herold, Gerhard Müller und Andreas Schmitt für
25-jährigen aktiven Dienst. Zusätzlich einen Bierkrug gab es für
Friedrich
Kunzelmann, der seit 40 Jahren im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst tätig
ist. Vorsitzender Thomas Feil würdigte Friedrich Kunzelmann zugleich
für 40-jährige Mitgliedschaft im Verein. Auch Kommandant Günter
Schmitt (zehn Jahre), Stadtrat Günter Herold und Kassier Alfons Herold
(beide 20 Jahre) wurden für ihre Treuer zum Feuerwehrverein geehrt.
im weiteren
Verlauf des Abends gab Kommandant Schmitt die Frage der
Kommandantenversammlung weiter, ob Modschiedel den Stadtfeuerwehrtag
2007 ausrichten möchte. Die Anwesenden signalisierten ihre
grundsätzlich Bereitschaft, allerdings soll das Thema in einer
weiteren Versammlung detailliert besprochen werden. Da laut KBI Gert
Bauer die Förderung der Anschaffung von Schutzanzügen in diesem Jahre
auslaufe, wurde beschlossen, die Ausrüstung der Wehr in dieser
Hinsicht auf den neuesten Stand zu bringen; dabei wollen die
Modschiedler sich - wie viele andere Wehren aus dem Stadtgebiet - am
Kauf der Anzüge finanziell beteiligen. Vereinbart wurden außerdem ein
Filmabend mit feuerwehrtechnischen Filmen und das zeitweilige
Aufstellen eines Alteisencontainers.
Am
15. Juni 2002 schlug der Blitz in einer Scheune in Modschiedel ein. Zum
Glück an einem Samstag denn da waren viele Modschiedler Feuerwehrleute
im Dorf und nicht auf der Arbeit und konnten so durch schnelles
Eingreifen schlimmeres verhindern. Bei der FFW Weismain gibt es einen
Einsatzbericht mit Bildern darüber.
Am
05. Mai 1999 ereignete sich im Nachbardorf Weiden ein Großbrand bei dem
Gott sei Dank keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Ich habe auf den
Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Weismain den Einsatzbericht und einige
beeindruckende Luftaufnahmen gefunden. Bei Interesse könnt ihr euch die
Infos hier abrufen
Denkwürdiger Tag für Modschiedel |
Feuerwehrfahrzeug und Tragkraftspritze werden gesegnet
Die Feuerwehr hat eine neue
Tragkraftspritze erhalten. Das Gerät ersetzt die alte Spritze, die vier
Jahrzehnte eingesetzt wurde. Pfarrer Erhard Meissner spendete den
kirchlichen Segen. Gleichzeitig erhielt auch das seit Oktober 1996 in
Modschiedel stationierte Feuerwehrfahrzeug die Segnung.
Vorstand Baptist Schmitt von der
Feuerwehr Modschiedel dankte Pfarrer Meissner für die feierliche Segnung
der Spritze und Auto sowie den Modschiedler Ehrendamen für die
Blumenarrangements darauf. Weiter begrüßte er zu dieser kleinen
Feierstunde auf dem Modschiedler Dorfplatz vor dem Feuerwehrhaus Ersten
Bürgermeister Peter Riedel und Wolfgang Blanek von der Bauverwaltung der
Stadt Weismain, die Stadträte Hans Deuber, Hans Dinkel und Andreas
Pfister, die Kreisbrandmeister Günter Konrad und Gert Bauer und die
Abordnungen der Nachbarfeuerwehren Buckendorf, Görau, Großziegenfeld,
Neudorf, Seubersdorf, Weiden, Wohnsig und Wunkendorf und zur
musikalischen
Umrahmung
die Modschiedler Blasmusik. Sein Dank galt Stadtrat Hans Deuber, der
sich jahrelang für die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges mit
Standort Modschiedel einsetzte. Ebenso dankte er den Atemschutzträgern
der Feuerwehren Seubersdorf und Weiden für die gute Zusammenarbeit.
Bürgermeister Peter Riedel
bezeichnete es als denkwürdigen Tag für Modschiedel. Stadtrat Hans
Deuber dankte dem Kreistag, daß Modschiedel als Standort für das
freigewordene Feuerwehrauto mit Atemschutzgeräten gewählt wurde und
regte die Anschaffung einer Rettungsschere für das Fahrzeug an.
Aus
der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Modschiedel
1869
Die ersten Eintragungen in das Verzeichnis der
Freiwilligen Feuerwehr Modschiedel sind auf den 23. November 1869
datiert. Hier finden wir auch die Namen der Männer, die als erste die
Verantwortung übernahmen und die neugegründete Feuerwehr führten. Namen
wie Georg Foerst, Johann Reitwiesner, Johann Herold, Andreas Deuber...
Mit viel Idealismus, mit Unterstützungen aus der
Gemeindekasse sowie Zuschüssen der Regierung baute man eine
Schutzgemeinschaft auf, die selbst von den Behörden als "rührige tätige"
bezeichnet wurde.
1886
Im Bericht des Feuerwehrinspektors aus dem Jahre 1886
lesen wir über die Modschiedler Wehr:
"Die Mitgliederzahl beträgt 36, die der
Pflichtfeuerwehr 8 Mann. Ihre Uniformierung besteht aus grauen
Gradeldienströcken und Lederhelmen. Die Ausrüstung ist vollkommen: eine
zweiräderige, abprotzbare Druckspritze, 6 Feuereimer von Hanf, 4
Normalgewinde, 20 Hanfdruckschläuche, 1 Anstellleiter mit Stützstangen,
2 Hakenleitern, 2 Steigerlaternen, 1 Branddirektionsfahne, 2 Hupen und 1
Pfeife. Zur Besorgung der Wache ist ein Ortsbewohner aufgestellt. Das
vorhandene Feuerhaus ist vollkommen genügend. Die Mannschaft liefert im
Brandfalle die Bespannung. Die Alarmierung geschieht durch Trommel- und
Trompetensignal, durch Böllerschüsse und Glockengeläute."
Zur Wasserversorgung schreibt der Inspektor:
"In Modschiedel ist kein Brunnen vorhanden, auch
sind die beiden Weiher meistens ausgetrocknet, weshalb die Bewohner
daselbst immer mir Wassernot zu kämpfen haben."
Die oben erwähnte Wassernot wurde noch im selben Jahr
durch den Bau der Wasserleitung Weiden - Modschiedel gewendet. Diese
Leitung, die zwar noch kein fließendes Wasser in die Häuser lieferte - es
ergoß sich vorerst in einen Brunnentrog, aus dem man das Wasser heimtragen
musste - ersparte aber den Ortsbewohnern den umständlichen transport des
Trinkwassers von Schirradorf nach Modschiedel; denn bislang holte man in
Fässern mit Vieh und Wagen das Wasser für den Haushalt. Für die Tiere war
das Wasser aus dem "Hülla" gut genug.
1909
Das Element, welches den Jurawehren meist sehr knapp
und dazu noch umständlich zur Verfügung stand, wenn Feuersbrünsten Einhalt
geboten werden mußte, das Wasser, es zwang im Frühjahr die Feuerwehr zu
einem Einsatz mit umgekehrten Vorzeichen.
Die Schneeschmelze wurde durch anhaltende Regenfälle
derartig beschleunigt, daß das sich ansammelnde Tauwetter nicht schnelle
genug abgeleitet werden konnte, und der Dorfplatz in einen See verwandelt
wurde. Der Wasserpegel stieg so bedrohlich an, daß sich die Modschiedler
Feuerwehr gezwungen sah, das Vieh der Bauersleute Reitwiesner in
Sicherheit zu bringen. Man hämmerte notdürftig ein Floß zusammen und
rettete damit die Rinder aus den überschwemmten Stallungen.
1924
Der Bau des Reservoirs und der Hausleitungen beendete
die beschwerliche Arbeit des Wassertragens.
1927 - Eine Motorspritze für die Feuerwehr
Der Berichterstatter der Zeitung (Lichtenfelser
Tagblatt) schrieb damals über dieses Ereignis:
"Modschiedel 28.11.1927 - Auf ein bedeutendes
Ereignis kann heute unsere Juragemeinde zurückblicken, auf die Übergabe
und Einführung der neuen Motorspritze. Um 10 Uhr Vormittag erwartete die
Freiwillige Feuerwehr, der Gemeinderat mit Herrn Bürgermeister Will,
Ökonomierat Hatzold von Arnstein, die ganze Einwohnerschaft von
Modschiedel und den Nachbarorten, die Herren Oberamtmann Dr. Sepp,
Geheimrat Krauß, Bezirksvertreter und Bürgermeister Mahr und die Vertreter
der Magirus-Werke, München. Zur bestimmten Zeit erschienen zwei Autos mit
obengenannten Herren und zu gleicher Zeit kam die Schülerschar mit Ihrem
Lehrer zur Begrüßung derselben. Dann fand die Einführung, Probe und
Übergabe der Motorspritze statt. Es war ein kaum zu beschreibendes
Erstaunen, das sich der vielen Anwesenden bemächtigte, als die
Motorspritze in Tätigkeit trat und die ungeheueren Wassermassen
hinausschleuderte. Hierauf ergriff Herr Ökonomierat Hatzold das Wort und
schilderte der Gemeinde den großen Nutzen, den ihr die neue Motorspritze
bringe, hob die Verdienste der Herren Oberamtmann Dr. Sepp, Geheimrat
Krauß und Bürgermeister Will um die Beschaffung der Motorspritze hervor
und prieß die Magirus-Werke, die als mustergültige Firmen zu bezeichnen
sind. Damit fand die schlichte, aber eindrucksvolle Feier ihren Abschluß.
Der Gemeinde Modschiedel und der gesamten Schuljugend aber, wird dieser
Tag unvergeßlich bleiben."
1928
Den Modschiedlern ging ein (elektrisches) Licht auf.
1948
Am Pfingstsamstag zerstörte ein Brand den Backofen und
ein Nebengebäude des Andreas Schmitt Nr. 16. Noch im Juli des gleichen
Jahres brannte der Dachstuhl am Haus der Margarete Herold Nr. 12.
1953
An das Gemeindehaus wurde eine Garage für den Postbus
angebaut. Der Bus, der vorher in Stadelhofen eingestellt war und von dort
kommend seine Fahrt nach Bamberg in Modschiedel begann, wurde nun in der
neuen Garage stationiert. Heute ist die Garage zum Backofen
umfunktioniert, da seit Jahren der Postbusverkehr ruht. Das Gemeindehaus,
das früher bewohnt war, dient jetzt als Milchsammelstelle - zuvor war hier
die Getreideputzerei untergebracht - und als Feuerwehrgerätehaus. Anfangs
stand ein Anbau beim Anwesen des Johann Herold Nr. 17 (Schustershann) als
Feuerhaus zur Verfügung.
1958
31 Jahre musste die erste Motorspritze "Dienst tun" ehe
sie von einer leistungsfähigeren TS8 abgelöst wurde.
1968
Am 13. Juli wütete ein Großfeuer in den Anwesen der
Familien Kießling und Herold. Es vernichtete bei Kießling Wohnhaus,
Schreinerei und Scheune, bei Herold die Scheune und den Dachstuhl des
Wohnhauses.
1976
Ein Brand im Haus der Familie Kauppert konnte rasch
gelöscht werden, als aber am 13. November ein Feuer die Scheune der
Familie Mitterer un Schutt und Asche legte, war der "rote Hahn" stärker
als Wasser und Feuerwehr. Doch dank des beherzten Einsatzes der Wehrmänner
aus Modschiedel und den Nachbarorten konnte ein Übergreifen des Feuers auf
angrenzende Gebäude verhindert werden.
1979
In der Bar des Tanzcenters Deuber brach am 20. Mai ein
Feuer aus. Starke Rauchentwicklungen erschwerte die Löscharbeiten
erheblich.
1981
Die Vorbereitungen für das 110jährige Gründungsfest
laufen auf Hochtouren. Ein 14-köpfiger Festausschuß plante aktiv den
reibungslosen Ablauf des Jubiläums. Es wurde eine kostbare Fahne,
gestickte von den Klosterschwestern aus Abenberg, angeschafft. Zum
Gründungsfest mit Fahnenweihe stand am Ortseingang ein 2000 Mann Zelt, daß
an allen Tagen gut gefüllt war. Während der Festtage vom 17. bis 19. Juli
herrschte ein richtiges "Sauwetter", so daß die Wege zum Zelteingang mit
Sägemehl präpariert werden mußten. Trotz des unbehaglichen Wetters nahmen
Vereine am Festzug teil. Die 10 Ehrendamen der Jubelwehr waren nicht nur
für den Patenverein aus Weiden, sondern für alle anwesenden Gäste eine
Augenweide. Alles in allem war das Fest ein großer Erfolg.
1981
Hilfeleistung bei Großbrand in Kleinziegenfeld.
1982
Gott sei Dank konnten in diesem Jahr statt der
Kampfanzüge die Uniformen angezogen werden, um die 600 Jahrfeier der
Pfarrei Modschiedel von 30. August bis 5. September festlich zu umrahmen.
1983
Unsere Nachbarortschaft Buckendorf feierte vom 29. bis
31.07. ihr 100jähriges Bestehen der FFW mit Gerätehauseinweihung und
Fahnenweihe. Es war uns eine große Ehre als Patenverein dieses Fest
mitzufeiern.
1986
Am 24.02 um 1.15 Uhr riß uns die Sirene aus dem Schlaf.
Helle Flammen schlugen aus der Scheune von Oskar Kornitzky in den Himmel.
Das rasche Eingreifen der Ortswehr unterstützt von den Wehren aus
Seubersdorf, Weismain, Altenkunstadt und Burgkunstadt verhinderte das
Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude. Sehr wirkungsvoll erwies
sich der Einsatz der Drehleiter. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch
klirrende Kälte von -25°C.
1986
Der Grundstein für das neueFeuerwehrgerätehaus wurde am
Samstag, den 22.11. gelegt. Durch den selbstlosen Einsatz der Dorfbewohner
konnte bereits am 20.12. Richtfest gefeiert werden.
1989
Am 30.04. war es endlich soweit. Das neue
Feuerwehrgerätehaus erhielt von Pfarrer Erhard Meissner den kirchlichen
Segen. Für die Festtage am 29. und 30. April wurde ein Festzelt
aufgestellt. Noch einen Tag vor Festbeginn trübte Neuschnee die Vorfreude,
doch an den Festtagen herrschte schönes Frühlingswetter. Der Festzug mit
26 Vereinen war der Höhepunkt am Sonntagnachmittag.
1991
Zwei kleinere Waldbrände konnten mit Güllefässer
gelöscht werden.
1992
Wiederum hatten wir die Ehre als Patenverein tätig zu
werden. Beim Feuerwehrfest in Weiden waren die Modschiedler mit ihren neun
Ehrendamen an vier Festtagen stark vertreten.
1992
Andreas Herold, Gerd Müller und Thomas Feil wurden als
Atemschutzträger ausgebildet.
1993
In diesem Jahr wurde das Leistungsabzeichen in allen
Stufen abgelegt. Feuerwehrmänner erreichten die höchste Stufe "Gold-Rot".
Fest steht, daß die Modschiedler Wehrmänner sich der
Tugenden der "Alten" erinnern und getreu der Losung "Gott zur Ehr, dem
Nächsten zur Wehr" Dienst tun für die Gemeinschaft. Gedankt sei ihnen und
ihren Vorgängern.