Backduft zog durch Modschiedel

Zum 20. Mal lud die Dorfgemeinschaft zum Brunnen- und Backofenfest ein. Frisches Brot und köstliche Nußzöpfe wurden aus dem Ofen gezogen.

Ein kleines Jubiläum gab es am Sonntag in Modschiedel. Zum 20. Mal wurde das Brunnen- und Backofenfest gefeiert. Schon die Vorbereitung für dieses Event im Backhäusla ist etwas Besonderes. So wurden bereits am Samstag weit über 250 Laibe Bauernbrot gebacken.

Mit viel Kraft hat der elektronische Knethaken im Raum hinter dem Backofen einen Teig in der überdimensionalen Backschüssel durchzogen. Inge Freitag, Agnes Herold und Ursuline Schmidt holen den klebrigen Teig portionsweise aus der riesigen Schüssel, kneten ihn nochmals durch und formen ihn für die bereitstehenden Brotbackkörbe, die der kleine Paul hilfsbereit in ein Brotregal stellt.

Im Raum daneben steht Gabriele Feil. Die Nusszöpfe waren schon im Ofen, sie werden nun von ihr mit einem Zuckerguss bestrichen. Bereits beim Zusehen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Draußen schürt Edmund Schmidt den Ofen wieder an. Mit einem großen Ofenschieber bringt er das brennende Holz in den hinteren Teil des Backofens, der nun so erhitzt wird. Nach weiteren 90 Minuten werden die ersten Brotlaibe hineingeschoben und schnell macht sich ein Duft von frisch gebackenem Brot breit.

Etwas skeptisch schaut Bernhard Kießling ob der dunklen Wolken zum Himmel – mit der Hoffnung auf gutes Wetter für den Sonntag. Und am Sonntag scheint es dann, als ob der Wettergott ihn erhört hätte. Strahlender Sonnenschein überflutet den Dorfplatz von Modschiedel. Nun werden die ersten Blechkuchen fertig gemacht für ihren Gang in den Ofen und müssen natürlich beim Herauskommen sofort verkostet werden. Frisch schmeckt es einfach am besten, weiß Günter Schmidt, der die Kuchenbleche einschiebt und wieder herauszieht. Und dann geht’s auch schon los. 

Landrat Christian Meißner schritt zur Tat und zapfte gekonnt das erste Fass Bier gemeinsam mit Bürgermeister Udo Dauer und der Vorsitzenden des Gartenbauvereins Christine Kießling an. Als sich Landrat und Bürgermeister am Backofen im Blechkuchenschieben versuchen, meint ein Zuschauer: “Macht dies wenigstens richtig, sonst bekommt ihr ja leider nichts gebacken!” 

Auch für ein fränkisches Mittagessen haben die Modschiedler gesorgt. Knuspriges Schäuferla und Rinderbraten mit Klößen oder Champignonschnitzel mit Pommes wurden angeboten. Schnell waren die Sitzplätze und Tische auf dem Modschiedler Dorfplatz besetzt. Den Gästen mundete es vorzüglich und sie genossen das Ambiente des schönen Juradorfes.

Auszug Fränkischer Tag 04.09.2017

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